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DIHK: Stadtentwicklung stärker auf Kooperationen ausrichten

Berlin (DIHK, 22. Januar 2010) - Städte sind seit jeher Kristallisationspunkte von Wirtschaft und Gesellschaft. Vor allem in Innenstädten präsentieren sich auf engem Raum vielfältige Lebensformen, unterschiedliche wirtschaftliche und soziale Bedürfnisse treffen aufeinander, hier wird gewohnt, gearbeitet und Handel betrieben. Derzeit brechen sich an vielen Orten kreative Ideen Bahn – zunächst oft unbemerkt: Es entstehen neue Geschäftsideen, Unternehmen siedeln sich an und bilden „kreative Zellen“ und Netzwerke.

„Um Städte als lebendige und pulsierende Orte zu entwickeln, braucht es Räume: Platz für Ansiedlungen und Ideen, aber auch genug Spielräume im rechtlichen Rahmen“, mahnt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Daher sollte die Bundesregierung die dafür vorgesehenen Mittel von 580 Mio. Euro für Stadtentwicklung noch stärker auf Kooperationsansätze mit der lokalen Wirtschaft ausrichten, z.B. durch Anschubfinanzierungen für Wirtschaftsinitiativen und bürgerschaftliches Engagement. Zugleich müssen einzelne Maßnahmen besser gebündelt und aufeinander abgestimmt werden. „Ziel ist die ganzheitliche Entwicklung eines Stadtviertels“, so Wansleben. Der Etat des Bundesministeriums für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung wird heute im Bundestag beraten.

Ein gutes Beispiel: Mit Mitteln der “Nationalen Stadtentwicklungspolitik” unter der Überschrift: “Die innovative Stadt – Motor der wirtschaftlichen Entwicklung” wird unmittelbar die lokale Wirtschaft gestärkt. Dabei stellt der Bund Mittel für die Kooperation von Gewerbetreibenden, Immobilieneigentümern und Städten zur Verfügung, um Innenstädte zu entwickeln und attraktiver zu machen. Ein weiteres positives Beispiel ist die IHK-Gründungsinitiative für Innenstädte, die Existenzgründern die Möglichkeit bietet, Ladenlokale zu attraktiven Preisen zu eröffnen. Diese Kooperationsansätze stärken gerade das Umfeld der kleinen und mittelständischen Unternehmen mit ihren Geschäften und Betrieben.

Weitere unternehmerische Ideen und Wirtschaftsinitiativen werden am 25. Januar 2010 auf der Veranstaltung „Experimentierfeld Stadt – Handel, Handwerk und Gewerbe im 21. Jahrhundert“ in Berlin vorgestellt und diskutiert. Auf Einladung der Deutschen Industrie- und Handelskammertages und des Bundesminsteriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung kommen über 200 Experten im Haus der Deutschen Wirtschaft zusammen.

Pressemitteilung : Deutscher Industrie- und Handelskammertag

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